Lions Club Pforzheim
Lions Club Pforzheim 

Gründung des Lions Club Pforzheim

Wie alles begann

Es war in der Nachweihnachtszeit 1955/1956, als Ernst-Günther Odenwald mit seiner Familie einen Ski-Urlaub in einem Hotel in Kitzbühl verbrachte. Dort lernte er einen Herrn Eisenmann aus Stuttgart kennen. Herr Eisenmann war Mitglied des Lions-Clubs Stuttgart (1952 gegründet) und ein begeisterter und überzeugter Lion und übertrug recht schnell seine Begeisterung und Leidenschaft für den Lionismus und dessen Ziele nachhaltig auf Odenwald. Nach zweimaligem Besuch von Odenwald bei den Stuttgarter Lions im Frühjahr 1956 war für ihn klar, einen Lions-Club auch in Pforzheim zu gründen.

Er suchte aus seinem großen Bekanntenkreis für ein solches Unterfangen geeignete Persönlichkeiten. Nach längerem Bemühen, teils auch mit negativen Ergebnissen, kristallisierte sich eine erste Gruppe mit 10 Personen heraus.

 

Es erfolgte eine erste Zusammenkunft am 10. Juli 1956 im Hotel Ruf in Pforzheim. Weitere Treffen fanden statt, teilweise auch unter Teilnahme von Dr. Eisenmann und verschiedenen anderen Lions aus Stuttgart, bei denen die Ziele und Ideale von Lions diskutiert wurden.

Unter anderem wurde schon frühzeitig ein sogenannter „Teilnehmer-Beitrag" von 10.-Dollar, damals 42.-DM, festgelegt, der aber komplett nach Chicago ans Headquarter der LIONS abgeführt werden musste.

 

Die 10er-Gruppe wuchs langsam auf 18 Personen an, mit denen dann am 4. Mai 1957, unter Anwesenheit zweier Mitglieder des Stuttgarter Lions-Clubs, der auch unser Patenclub wurde, die Pforzheimer Lions-Club-Gründung begangen wurde.

 

Gleichzeitig wurde auch der Termin für die Charter-Übergabe (Charternight) auf den   26. Oktober 1957 festgelegt. Und diese Charter-Feier war gleichzeitig der eigentliche Beginn unserer Jumelage mit dem französischen Lions-Club Saint-Raphael. (Es sollte die erste deutsch-französische Jumelage werden.)

Und das geschah folgendermaßen: Ein Herr Dr. Kauffmann, ein Elsäßer, war seinerzeit Präsident des LC Saint-Raphael/Frejus. Dieser Club beschloss, eine Jumelage mit einem deutschen Club einzugehen. Fast eine Ungeheuerlichkeit für die damalige Zeit! Über gewisse Umwege hatte Herr Kauffmann die Adresse eines Herrn Möhrle, Gründungspräsident des LC Freudenstadt, erhalten. Er setzte sich mit Herrn Möhrle in Verbindung, erzählte ihm von seiner Idee einer Jumelage - und sie verabredeten sich zu einem Treffen bei der Pforzheimer Charter-Feier, da Möhrle dorthin wollte und Kauffmann sich zu eben dieser Zeit auf der Rückreise aus Paris befand, ein kleiner Umweg über Pforzheim kein Problem sei.

 

LF Möhrle war, aus welchem Grund auch immer, nicht in Pforzheim anwesend. Glücklicherweise für die Pforzheimer Lions. Denn es war sofort eine große gegenseitige Sympathie zwischen den Pforzheimern und den Franzosen vorhanden. Man war schlichtweg begeistert von der Idee einer Jumelage mit dem französischen Club.

LF Kauffmann und sein Begleiter und Sekretär Robert Rollando fuhren mit der Aufgabenstellung nach Hause, ein erstes Treffen für das kommende Jahr zu arrangieren.

Und so fand die „Gründungsjumelage", die erste deutsch-französischen Lions-Jumelage vom 10. bis 13. Mai 1958 in St.-Raphael statt, an der eine große Zahl begeisterter Pforzheimer Lions mit ihren Damen teilnahmen. Es trafen sich also ehemalige Kriegsgegner, Franzosen und Deutsche, zum ersten Mal nach dem Krieg auf privater Basis zu einem Freundschaftstreffen. - Es war ein Ereignis von großer, überörtlicher und weit strahlender Bedeutung. Und schon im Herbst desselben Jahres, vom 9. bis 12. Oktober 1958, fand ein außerplanmäßiger Gegenbesuch der französischen Lionsfreunde in Pforzheim statt. Dieses Treffen wird nicht im offiziellen Jumelage-Kalender geführt, obwohl es als Jumelage deklariert war.

 

Und schon da wurde beschlossen, einen dritten Club in diesen Freundschaftsverbund aufzunehmen. Die Wahl fiel auf Lecco in Italien, zu dem einige französische Freunde eine lose Verbindung hatten.

Und schon im nächsten Jahr, vom 1. bis 3. Mai 1959, fand die Gründungsjumelage des neuen Dreier-Bundes in Lecco statt. Und wieder war es die erste Dreier-Jumelage eines deutschen Clubs.

 

Seither treffen sich Mitglieder dieser drei Clubs, jedes Jahr, reihum in Saint-Raphael, Lecco und Pforzheim. Über viele Generationenwechsel in den Clubs hinweg, hat diese Verbindung bis heute gehalten und dies manchen Unkenrufen zum Trotz.

 

Verfasst von Lionsfreund Gerhart Odenwald

(Sohn des 1. Gündungsmitgliedes Ernst-Günther Odenwald)

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